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Gardiasch Physiotherapie in der Drehscheibe (Eingang Bongardstraße)
Kortumstraße 100 • 44787 Bochum

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Kopf- und Gesichtsschmerz

Zu den vielfältigen Arten von Kopf- und Gesichtsschmerz gehören unter anderem:
  • Cervicogener Kopfschmerz (von der Halswirbelsäule kommend)
  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne
  • Occipitalis Neuralgie (Hinterkopf Neuralgie)
  • Kiefergelenk- und Zahnschmerzen
  • Neuralgien im Gesicht, wie z.B. die Trigeminusneuralgie
Über die klassische Behandlung hinaus ist der mechanische Ansatz ein äußerst wirksames Werkzeug um nachhaltig Kopfschmerz zu beseitigen. Durch manuelle Mobilisation einzelner Kopfknochen, der Kopfgelenke und der neuralen Strukturen(Nerven) können Wissenschaftlich nachgewiesen, gute Resultate erzielt werden. (Manuelle Therapie Zeitschrift 2014)

Die Manuelle Therapie ist ein ganz spezielles Feld innerhalb der Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen. Es gibt natürlich auch Gründe für Kopfschmerzen, die sich nicht durch mechanische Interventionen beeinflussen lassen und die unbedingt vorher fachärztlich abgeklärt werden müssen, wie Bluthochdruck, Tumore, Nasennebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündung, Entzündungen ,Gefäßanomalien, und Ursachen rund um die Zähne.

In meiner Therapie werden Kopf- und Gesichtsschmerz nach folgenden Richtlinien behandelt:
  • Ausführliche Anamnese (Krankheitsgeschichte)
  • Umfangreicher Funktionsbefund
  • Mobilisation hypomobiler Strukturen, auch Nervenmobilisation
  • Erarbeiten eines Selbsthilfe- und Übungsprogrammes
  • Beratung über andere schmerztherapeutische Maßnahmen
In einer Studie mit chronischen Kopfschmerzpatienten wurden die Frage nach der „Qualität des Lebens“ gefragt und die Ergebnisse dieser Patienten waren vergleichbar mit denen der Krebspatienten. Dies zeigt einmal mehr wie belastend tägliche oder häufige Kopfschmerzen, sich auf das tägliche Leben auswirkt.

Kopfschmerzen sind in unserer modernen Welt vermehrt auftretende Beschwerden und Erkrankungen, die häufig chronische Verläufe annehmen.



Kopfschmerz bei Kindern

Da gerade bei Kindern die Strukturen noch wenig gefestigt und gut beeinflussbar sind, hat sich spezielle Manuelle Therapie der Kopfknochen als eine sehr erfolgreiche Chance erwiesen, Einfluss auf Entwicklung und Wachstum und damit auf Funktion zu nehmen. Das Wachstum des kindlichen Schädels kann durch Nasennebenhöhlen-, Stirnhöhlen- und Ohrenentzündungen empfindlich gestört werden. Nicht selten wachsen die Kopfknochen und der Unterkiefer deshalb nicht gleich gut und eine Asymmetrie entsteht, die wiederum Auswirkung auf das Kiefergelenk und die Halswirbelsäule haben können.

Eine schiefe Kopfhaltung und Kopfschmerz findet man ebenso bei Fehlstellungen des oberen Wirbels (Atlas). Dieses Problem wird auch KISS (Kopfgelenk Induzierte Symmetrie Störung) genannt. Manche Kinder haben massiv Kopfschmerzen durch diese Fehlspannungen und zeigen Auffälligkeiten die mit ADHS (Aufmerksamkeit Defizit und Hyperaktivität Syndrom) verwechselt werden. Die Schädelnähte (dort, wo die einzelnen Kopfknochen, ähnlich wie eine gelenkige Verbindung, zusammen kommen) sind also von großer Bedeutung für das Funktionieren des kindlichen Nervensystems. Funktionsstörung des Nervensystems können nicht nur Schmerzen, sondern auch Verhaltensbeeintrechtigung und emotionale Unstimmigkeiten sowie Störungen des gesamten Reflexsystems herbeiführen.

Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder mit Kopfschmerz in professionelle Hände kommen um genau herauszufinden, was alles zu den Kopfschmerzen beiträgt. Das können sowohl Schulsorgen oder Haltungsstörungen, sowie Faktoren wie einseitige Ernährung, Reizüberflutung oder falsche Schlafgewohnheiten sein.

Die meisten Kinder freuen sich auf die Behandlung am Kopf, dass einige von Ihnen sogar einschlafen oder sich über einen “leichten Kopf“ nach der Therapie freuen.

Außer der Manuellen Therapie am Kopf bekommt das Kind eine kindgerechtes Bild in seine Beschwerden und in die Lösung derselben. Die Kindern lernen zu spüren, was ihnen gut tut und wie sie erneuten Kopfschmerzen besser vorbeugen.

In den letzten 20 Jahren hat die Häufigkeit von kindlichem Kopfschmerz signifikant zugenommen. 40% der betroffenen Kinder beschreiben ihre Kopfschmerzen als Ursache für Leidensdruck und Behinderung im Alltag.

Probleme mit häufigem Schulausfall und regelmäßige Schmerzmitteleinnahme sind oft die Folgen.



Nervenschmerzen / Neuropathien / Neuralgien

Der akute Schmerz ist ein Warnsignal und meldet dem Gehirn eine körperlichen Defekt. Der chronische Schmerz hat sich dagegen von seiner ursprünglichen Funktion abgelöst und existiert selbstständig. Bei chronischen Schmerzen melden die Nervenzellen dem Gehirn mitunter Schmerzen, für die keine Ursache (mehr) vorliegt. Unter chronischen Schmerzen versteht man über drei Monate andauernde und immer wiederkehrende Schmerzzustände. Die Schmerzen haben dann ihre Warn- und Leitfunktion verloren. Die Begriffe „Nervenschmerz", „neuropathischer Schmerz" und „neuropathisches Schmerzsyndrom" stehen für die gleiche Schmerzstörung. Der Begriff „neuropathisch" setzt sich aus den Wortteilen „neuro" (die Nerven betreffend) und „pathie" (Krankheit, Störung) zusammen. Bei einem neuropathischen Schmerz ist also das schmerzleitende System selbst gestört oder geschädigt, es liegt sozusagen ein „Nerveneigenschmerz" vor. Kennzeichnend ist, dass der Ursprung der Entstehung des Schmerzes ein anderer ist als das Gebiet, in dem der Schmerz wahrgenommen wird. Daher spricht man auch von einem „fortgeleiteten" Schmerz. Lokale Schmerzen, die man auch als „Nozizeptive Schmerzen" bezeichnet, werden am Ort der Schädigung empfunden. Die charakteristischen Merkmale eines solchen Schmerzes sind Schmerzen in einem anderen Gebiet als die Ursache.
  • Einschießende Schmerzattacken
  • Schmerzauslösung durch Berührung
  • Taubheitsgefühle, Jucken, „Ameisenlaufen“ ständiges Brennen
Fachleute sind sich einig, dass viele Schmerzleiden, insbesondere der chronische fortgleitete Schmerz vermieden werden könnten, wenn akute Schmerzen möglichst rasch und effektiv eingedämmt würden. Eine Schmerzbehandlung muss daher so schnell wie möglich einsetzen, um zu verhindern, dass das Nervensystem des Betroffenen zu reagieren beginnt und sich ein Schmerzgedächtnis ausbildet. Vermutlich sind bei der Ausbildung einer chronischen Neuropathie auch genetische Veranlagungen, psychische Einflüsse, sowie soziale Faktoren mitbeteiligt.